Das deutsch-dänische Grenzland

Bis 1864 war die Geschichte des heutigen Kreises Nordfriesland als Teil des Herzogtums Schleswig eng mit dem Königreich Dänemark, zeitweise auch mit den Niederlanden verbunden. Der heutige Grenzverlauf zwischen Dänemark und Deutschland wurde 1920 durch Volksabstimmung entschieden und teilte das ehemalige Herzogtum; nördlich der Grenze liegt das heutige Nordschleswig, südlich der Grenze Südschleswig.
Seither ist die Region die Heimat der deutschen Minderheit in Dänemark und der dänischen Minderheit in Deutschland.
Bis heute bestimmen nachbarschaftliche und verwandtschaftliche Verbindungen über die Grenze hinweg das gesellschaftliche und kulturelle Leben. Fünf Sprachen werden hier gesprochen: dänisch und sønderjysk, hochdeutsch, plattdeutsch und friesisch.